Zu den größten Risikofaktoren für eine Herz–Kreislauf–Erkrankung steht der Bewegungsmangel neben Übergewicht und Rauchen ganz oben in der Liste. Daher ist eine regelmäßige körperliche Tätigkeit für das Herz sehr wichtig. Es ist erwiesen, dass Sport das Fortschreiten von Kalk– und Fettablagerungen in den Gefäßen, was zu der Krankheit Arteriosklerose führt, verlangsamt und somit auch die Gefahr, einen Herzinfarkt zu bekommen, verringert. Außerdem lässt regelmäßiger Sport die Cholesterinwerte sinken, die Leistungsfähigkeit im Alltag wird verbessert genauso wie das allgemeine Wohlbefinden. Noch ein guter Grund, regelmäßig Sport zu treiben, ist, dass überflüssige Pfunde abgebaut werden und somit noch einige Risiken, an Krankheiten zu kommen, minimiert werden.
Auf keinen Fall reden wir hier von Hochleistungssport, sondern darüber, mehr Bewegung in Ihren Alltag zu bringen. Gehen Sie zum Beispiel die Treppe anstatt den Aufzug zu nehmen, fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit oder steigen Sie eine Bushaltestelle eher aus und gehen den Rest zu Fuß.
Zusätzlich sollten Sie einige Ausdauereinheiten in Ihr Wochenplan intrigieren. Am besten wäre drei bis vier mal die Woche für mindestens je 30 Minuten. Folgende Ausdauersportarten eignen sich für gesunde Menschen besonders gut:
- Schwimmen
- Radfahren
- Joggen
- Walking bzw. Wandern
- Inline – Skating
- Fußball
- Squash
- Tennis
- usw.
Ergänzen sollte man die Ausdauersportarten auf jeden Fall mit Dehnübungen. Auch ist die Ergänzung von Gymnastik, zur Verbesserung der Beweglichkeit, und leichtem Krafttraining, zum Erhalt bzw. Aufbau der Muskulatur, sinnvoll.
Wurde bei Ihnen jedoch eine Herzkrankheit bzw. Herzproblem festgestellt, hatten Sie schon einmal eine Bypass– Operation oder einen Herzinfarkt, so ist dies kein Grund auf Bewegung zu verzichten. Ganz im Gegenteil: Eine sportliche Therapie kann viele positive Auswirkungen auf das Herz haben. Es ist jedoch wichtig, vorher von einem Arzt abklären zu lassen, dass keine Überlastung bzw. Schädigung des Herzens durch Sport entstehen. Daher ist eine sportmedizinische Untersuchung beim Arzt die Grundvoraussetzung für ein Trainingsprogramm. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch das Alter, die Vorerkrankungen, die Medikamenteneinnahme und natürlich auch die persönlichen Vorlieben. Eine individuelle Trainingsempfehlung, in der die Belastungsdauer und -intensität festgelegt wird, kann erst erfolgen, wenn diese Fragen alle beantwortet wurden. Nach und nach wird dieser auf den neusten Stand gebracht. Fest steht, dass Herzpatienten je nach Schweregrad der Erkrankung und Belastbarkeit lediglich Sport in einer sogenannten Herzsportgruppe Sport treiben sollten, bei der der Patient unter einer medizinischen Überwachung steht.
Für Menschen, die unter Herz Kreislauf – Problemen leiden, eignen sich besonders folgende Sportarten:
- Walking bzw. Wandern
- mäßiges Radfahren
- moderates Joggen
- Golf bzw. Minigolf
- Skilanglauf
- usw.
Bei folgenden Sportarten sollte in jedem Fall vorher eine individuelle Beratung mit dem Arzt erfolgen:
- Tanzen
- Kegeln
- alpinem Skilauf
- Schwimmen
- Reiten
Absolut tabu sind folgende Sportarten für Herzpatienten, da diese den Kreislauf extrem belasten:
- Hockey bzw. Eishockey
- Squash, Tennis und Badminton
- Fußball und Handball
- Tauchen
- usw.
Besteht bei der betreibenden Sportart hohe Verletzungsgefahr, so sollte die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten, weitgehend verzichtet werden. Gehen Sie kein hohes Risiko ein und besprechen Sie auf jeden Fall ihr sportliches Vorhaben genauestens mit Ihrem Arzt.